2016

Dieses Jahr ist eine ganze Menge passiert. Aber statt jetzt auf die generellen Ereignisse dieses Jahres einzugehen, die alle betrafen, möchte ich hier eher von meinem Jahr erzählen. Einem Jahr mit Höhen und Tiefen. Einem Jahr, was abwechslungsreicher nicht hätte sein können. Einem Jahr in dem viel Scheiße, aber auch viel Gutes passiert ist.
Das Jahr fing für mich nicht sonderlich vielversprechend an. Es ging los mit Gefühlschaos, meine Depressionen waren auf einem Höhepunkt, und generell hat sich irgendwie alles kacke angefühlt. Das hat sich dann bald darauf aus Gründen zwar ein wenig stabilisiert, aber nun ja. Im Endeffekt gings dann doch nicht so sonderlich gut. Die Mitte des Jahres war eher unspektakulär, es hat sich nicht sonderlich viel getan. Gegen Ende des Jahres kam dann aber irgendwie wieder alles geballt auf mich zu. Meine Trennung, der Tod meines Hundes.. und zapp gings erstmal wieder bergab. Aber glücklicherweise nicht viel, ich konnte mich dank toller Freunde und generellem Umdenken durchaus noch einigermaßen retten.
Aus diesem Jahr habe ich beispielsweise mitgenommen, dass ich wirklich einfach mal mehr auf mich selbst achten muss. So schwer es mir vielleicht auch fallen mag, aber es ist aus merkwürdigen Gründen irgendwie kontraproduktiv für meine Psyche, wenn ich sie vernachlässige. Ich denke, ich werde – auch wenn sie (zumindest subjektiv gesehen) schon eine Ecke besser geworden sind – wegen meiner Depressionen bald professionelle Hilfe suchen.
Aus schulischer Sicht war das Jahr auch nicht soo toll. Die zehnte Klasse hab ich mit einem generellen Schnitt von 3,5 geschafft, in der elften habe ich momentan einen (schriftlichen) Schnitt von 4,5. Mündliche Leistungen reißen da vielleicht noch ne 4,0 raus. Das ist auch der Grund, wieso ich nach diesem Schuljahr von der Schule abgehen werde, ein Jahr lang Praktika oder ein FSJ machen werde, und anschließend eine Ausbildung machen, an eine FH gehen, oder ein duales Studium machen werde. Alles andere hätte keinen Zweck, da ich mich momentan nicht dazu in der Lage sehe, mein Abitur durchzuziehen.

Aber genug vom negativen Scheiß. Es gab dieses Jahr auch einen Batzen an positiven Ereignissen. Ich habe beispielsweise neue Freundschaften geschlossen, und für mich persönlich festgestellt, wem ich tatsächlich vertrauen kann. Wobei Vertrauen eh ein Thema war, was mir lange Zeit schwer fiel… Aber so langsam entwickle ich mich da weiter.

Edit: Und eigentlich hatte ich den Artikel bis hier hin schon fertig geschrieben, gespeichert, und wollte ihn geplant releasen lassen. Aber ich muss an dieser Stelle doch noch ein paar Sätze einschieben, ohne die dieser Rückblick nicht komplett wäre. Ich weiß nicht, während der letzten Wochen, aber ganz besonders innerhalb der letzten Woche hat es in meinem Gehirn bei vielen Dingen "Klick" gemacht. Viele Sicht- und auch Denkweisen auf und über Dinge, bei denen ich dachte, sie seien fest in mir verankert, fangen langsam an sich zu ändern. Ich werde hier in aller Öffentlichkeit nicht näher darauf eingehen, worum es dabei geht.. aber es sind eigentlich nur positive Dinge.

Es wird besser. Zwar Langsam... aber es wird besser. Und das ist etwas, dass mich trotz vieler negativer Erfahrungen und Ereignisse positiv auf das nächste Jahr zugehen lässt. Und dass mir - zumindest momentan - einfach eine ganze Menge Optimismus gibt. Also... Egal wie scheiße es bei euch momentan läuft... Dinge ändern sich. Schneller als man glaubt. Selbst Dinge, bei denen man dachte, sie blieben für immer so, wie sie sind.

In dem Sinne wünsche ich euch jetzt schonmal ein frohes neues Jahr! Wir sehen uns in 2017! o/