Tod des Hyperlinks

Tja. Da hat das Landgericht Hamburg doch einfach mal ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes bestätigt und entschieden, dass die Betreiber einer Website "mit Gewinnerzielungsabsicht" beim Setzen von Verlinkungen auf andere Seiten und Inhalte zu prüfen hätten, ob sich auf der Zielwebsite widerrechtlich dargestelltes urheberrechtlich geschütztes Material befindet.
Es ist nun also nicht mehr nur Aufgabe der Websitebetreiber, ihre eigene Website von Urheberrechtsverstößen frei zu halten, nein, man muss auch noch darauf achten, dass Websites die man verlinkt keine Scheiße bauen. Streng genommen müsste ich jeden Websitebetreiber vor dem Setzen eines Links um Auskunft bitten, ob er denn gegen Urheberrechte verstoße. Krank ist das. Das ist einfach nur krank.
Aus eben diesem Grund sind so einige Verlinkungen von meinem Blog verschwunden und ersetzt worden. Ebenso habe ich zwei Seitenbetreiber angeschrieben und gefragt, ob ich bedenkenlos Links setzen könnte...

Eigentlich müsste ich das nicht, da meine Seite hier keinen Gewinn einbringt, aber sicher ist sicher. Bei deutschen Gerichten weiß man nie, so viel Müll wie die - gerade in diesem Themenbereich - schon entschieden haben.